“Aufeinander zugehen” – Artikel in a&k zu Krisenprotesten

Aufeinander zugehen

Vorbereitungen für diesjährige Krisenproteste stoßen auf erfreulich großes Interesse

Von Gerda Maler

Um zu zeigen, »dass auch in Deutschland, dem Herzen der Bestie der europäischen Krise, keine Ruhe mehr herrscht«, kamen am 22. Januar in Frankfurt am Main 250 Aktive aus unterschiedlichen Spektren der aktivistischen Linken zusammen. Mit dieser Resonanz für das Vorbereitungstreffen der europäischen Aktionskonferenz am 24. bis 26. Februar 2012 in der Mainmetropole hatte niemand gerechnet.

Gekommen waren Aktive diverser Occupy-Gruppen, des M31-Bündnisses, der Interventionistischen Linken, von attac, Erwerbsloseninitiativen und antirassistischen Netzwerken, Bildungsstreikaktive, VertreterInnen von Gewerkschaften, Solid, der Grünen Jugend und der Linkspartei. Ebenso vertreten waren AktivistInnen aus Griechenland, Italien, Spanien, Frankreich und England.

Thema des Treffens waren die unterschiedlichen Aktionsvorschläge, mit denen die Krisenproteste hierzulande in Gang kommen sollen: Vorgestellt und diskutiert wurden Proteste, die am 31. März mit einer Demonstration an der EZB-Baustelle beginnen, sich dann Mitte Mai mit globalen, dezentralen Aktionstagen und zentralen Aktionen in Frankfurt verdichten und mit weiteren Protestaktionen bis ins Jahr 2013 reichen sollen.

Auf dem Vorbereitungstreffen kamen nicht nur die üblichen Verdächtigen zusammen. Deutlich waren das Interesse und auch die Bereitschaft zu erkennen, sich vielfältig und aktiv an den unterschiedlichen Aktionen zu beteiligen. Vor dem Hintergrund der Demonstrationen unter dem Motto »Wir zahlen nicht für eure Krise« 2009 und 2010 oder der letztendlich abgesagten Bankenblockade »Georg Büchner« 2010 scheint die Zeit der halbherzigen Versuche vorbei zu sein, in die Krise von links zu intervenieren.

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